Haiti ist ein Land in der Karibik und liegt mit der dominikanischen Republik auf einer Insel.

Eindrücke von meinem Vlog

Zitadelle Laferrière und Sans Souci Palast

Das Highlight von Haiti ist die Zitadelle Laferrière. Es ist eine riesige Festung, die 1805 von 20.000 fleißigen Händen gebaut wurde. Es waren 2.000 Soldaten stationiert und sie dienten als Verteidigung gegen die Franzosen. Ein Angriff fand nicht statt. Am Fuße vom Berg befindet sich der durch ein Erdbeben beschädigte Palast Sans Souci.

Cap-Haitien

Cap-Haitien ist eine Stadt im Norden von Haiti und war mein Ausgangspunkt für die Besichtigung der Zitadelle. Das Stadtzentrum besteht aus Häusern der Kolonialzeit.

Reisetipps

Planung

  • Ich flog nach Santo Domingo in der dominikanischen Republik. Mein Hauptziel war die Zitadelle im Norden.
    • Tag 1: Mit Handgepäck, Verpflegung und Wasser für 3 Tage fuhr ich mit dem Bus nach Cap-Haitien. Meinen großen Reiserucksack ließ ich im Hostel in Santo Domingo. Die Fahrt dauerte um die 9 Stunden und zur Mittagszeit gab es eine warme Mahlzeit im Bus. Vom Hotel wurde ich am Busbahnhof in Cap-Haitien abgeholt.
    • Tag 2: Nach dem Frühstück im Hotel holte mich ein Taxi-Fahrer ab. Tatsächlich war es ein normales Auto. Wir fuhren zum Eingang der Zitadelle, ich kaufte das Eintrittsticket und verhandelte den Preis für den Guide von 30 USD auf 15 USD. Mit dem Taxi fuhren wir weiter nach oben, um die Zitadelle anzuschauen. Der letzte Weg ist steil und man kann ein Pferd nehmen oder laufen. Wir liefen und nahmen unterwegs eine Abkürzung, es war sonnig und schweißtreibend. Nach der Besichtigung fuhren wir zum Palast und besichtigten ihn. Anschließend ging es zurück nach Cap-Haitien. Auf dem Weg kaufte ich eine Postkarte und 30 Briefmarken für den Versand nach Deutschland. Im Hotel schrieb ich die Postkarte und lief anschließend alleine in die Stadt. Leider war die Post bereits geschlossen. Die Hotelbesitzer waren so nett und übernahmen es für mich. Nach dem Erkunden vom Stadtzentrum ging ich wieder ins Hotel und ließ den Abend ausklingen.
    • Tag 3: Mit dem Bus ging es wieder nach Santo Domingo. Der Fahrer vom Hotel brachte mich zum Busbahnhof. Die Grenzübergänge waren ohne Probleme. Auf der dominikanischen Seite wurde der Bus regelmäßig bei Straßenkontrollen angehalten. Bei den einheimischen wurde das Gepäck genau kontrolliert. Als Deutscher gab es bei mir nur einen kurzen Blick in den Rucksack.
  • Cash ist King. Haiti hat eine eigene Währung (HTG). Beim Grenzübergang kamen Geldwechsel in der Bus. Ich tausche in etwa 10 USD, die ich verwendete, um eine Briefmarke und Postkarte zu kaufen. Ansonsten lässt sich viel mit USD bezahlen. Der Wechselkurs im Bus war schlecht, bei einem kleinen Betrag war es jedoch OK. Dafür wurden mir keine falschen Scheine angedreht.
  • In Haiti wird französisch gesprochen und mit Englisch kommt man nicht weit.
  • Ich verwendete für meine Planung den Lonely Planet für die karibischen Inseln und kann diesen empfehlen.

Transportmittel

  • Anreise
    • Es gibt mehrere Flughäfen.
    • Du fliegst zur dominikanische Republik und gehst über die Landesgrenze.
  • Von Santo Domingo (Dominikanische Republik) fahren zwei Busunternehmen nach Haiti:
  • Als günstiges Transportmittel gibt es in Haiti umgebaute Pick-ups. Ich hatte mich für den Ausflug zu Zitadelle für ein Taxi entschieden, da es sicherer und einfacher war.

Unterkunft

  • Es gibt einige auf Booking.com, Hotels.com und AirBNB.
  • In Cap-Haitien übernachtete ich im „Habitation des Lauriers“ (Booking.com, AirBNB). Es kostete 50 USD die Nacht und ich kann es empfehlen. Bei der Recherche zu diesem Beitrag stellte ich fest, das sie günstigere geteilte Zimmer auf AirBNB anbieten.
    • Sicherheit: Es liegt auf einem Berg und nachts gab es eine bewaffnete Wache.
    • Leckeres Frühstück war inklusive. Es gab mehrere Gerichte zur Auswahl, ich hatte ein Omelett mit Gemüse.
    • Schöne Aussicht über Cap-Haitien.
    • Ein Fahrer holte mich kostenlos vom Busbahnhof ab.
    • Sie organisierten mir ein Taxi zur Zitadelle.
    • Es gab öfters Stromausfall und die Stadt war Dunkel. Mit dem Generator im Hotel merke man davon nichts.
    • Das Wi-Fi war gut.
    • Es gab einen Pool.
    • Hotelbesitzer waren nett und sprachen Englisch.
    • Es hatten einige Gäste, über 10 im Juli 2019.
  • Bei AirBNB würde ich auf eine gute Bewertung achten. Aus Sicherheitsgründen entschied ich mich für das Hotel.

Kosten

  • Die Kosten meiner Reise:
    • 2x 1500 DOP (2x 30 USD): Bus von Santo Domingo nach Cap-Haitien und zurück.
    • 37 USD: Grenzgebühr von der dominikanischen Republik nach Haiti. Musste ich beim Kaufen vom Busticket in Cash bezahlen.
    • 20 USD: Grenzgebühren von Haiti zur dominikanischen Republik. 10 USD sind beim Kaufen vom Busticket in Cash zu zahlen für die Grenze der dominikanischen Republik. Die weiteren 10 USD musste ich an der Grenze von Haiti vor Ort zahlen.
    • 2x 50 USD: Hotelübernachtung inklusive Frühstück zahle ich mit Kreditkarte vor Ort. Das erste Lesegerät funktioniert nicht, zum Glück hatten sie ein zweites. Für den Notfall empfehle ich Cash mitzunehmen.
    • 60 USD: Taxi zur Zitadelle mit der Abholung vom Hotel. Ein total übertriebener Preis, aber mit den Öffentlichen will man das nicht fahren. Sicherheit hat seinen Preis.
    • 10 USD: Eintritt zur Zitadelle.
    • 15 USD: Gebühr für den Guide.
    • 5 USD: Trinkgeld für den Guide.
    • Gesamtkosten: 307 USD. Davon 147 USD in Cash.
  • Folgende weitere Kosten fielen für mich an:
    • 125 HTG (1,40 USD): 1x Postkarte
    • 600 HTG (6,50 USD): 1x Briefmarke nach Deutschland

Sicherheit

  • Von Zeit zu Zeit gibt es Demonstrationen. Grund sind unter anderem steigende Ölpreise.
  • Der Bus von der dominikanischen Republik fährt nur, wenn es keine Demonstrationen gibt. Es ist ratsam das Ticket morgens vor der Abfahrt zu kaufen. An der Grenze mussten wir jedoch vom großen Reisebus in einen kleiner wechseln, da es Demonstrationen gab. Die Einheimischen waren verwundert, dass wir den Bus wechseln mussten. Schein nicht oft vorzukommen. Als wir in Cap-Haitien ankamen, waren diese schon vorbei. Bei der Rückfahrt gab es keine Probleme und wir fuhren mit dem großen Reisebus.
  • Es kann selten vorkommen, dass die Grenzen gesperrt sind. Am besten vorher erkunden.
  • In Cap-Haitien konnte ich im Stadtzentrum alleine laufen und fühlte mich sicher. Andere Hotelgäste sind auch in die Stadt gelaufen.
  • Auf den Bildern sieht es schlimmer aus, als es ist. Der Müll wird auf den Straßen verbrannt und es sieht wie auf einem Kriegsschauplatz aus.
  • Ich Fragte die Besitzerin vom Hotel in Cap-Haitien wegen der Sicherheit in Haiti. Ihr Sohn lebt in Port-Au-Prince und es sei im Moment (Juli 2019) nicht zu empfehlen.
  • Wenn du Planst nach Haiti zu gehen, dann ist meine Empfehlung der Norden mit Cap-Haitien mit der Besichtigung der Zitadelle.
  • Für die Planung meiner Reise habe ich folgende Vorkehrungen getroffen:
    • Meine Freundin wusste für Notfälle meine Reiseroute und wo ich übernachte.
    • Ich reiste nur mit dem Minimalen Handgepäck.
    • Ich hatte genug Cash in Form von US-Dollar dabei.
    • Mein Backup-Plan, wenn der Bus nicht fahren sollte, war mit dem Cash auf andere Wege zur Grenze zu kommen.
    • Mein Backup-Plan, wenn die Landesgrenze geschlossen sind, war der Flughafen in Cap-Haitien.

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