Marokko ist ein Land in Nordafrika, das mit seiner landschaftlichen Vielfalt und einzigartigen Kultur beeindruckte. Vom Kamelreiten in der Sahara Wüste, dem Wandern im Hohen Atlas Gebirge bis hin zum Surfen im Atlantischen Ozean.

Fes

Die Stadt Fes hat eine große Medina, eine Altstadt mit engen Gassen, in der das Leben noch wie früher stattfindet. Beeindruckend war das Viertel der Gerberei und Webereien.

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Chefchaouen

In der Stadt Chefchaouen sind die Gebäude der Medina komplett in Blau bemalt. Ich hatte nur einen Tagesausflug von Fes gemacht, kann aber empfehlen hier einen ganzen Tag zu verbringen.

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Volubilis

Volubilis ist eine alte Ausgrabungsstätte der Römer. Mich beeindruckte, wie groß das römische Reich damals war und dass es bis nach Afrika ging.

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Meknes

Meknes ist eine Stadt mit einem großen Detail verzierten Tor und einem öffentlichen Platz mit wunderschönen Türmen.

Kamelreiten in der Wüste

Ein Highlight jeder Marokko-Reise ist ein Kamelritt bei Sonnenuntergang in die Wüste und die Übernachtung in einem Berber-Camp. Viele besuchen dafür die Wüste Erg Chebbi, die direkt neben dem Örtchen Merzouga liegt.

Hohes Atlasgebirge

Der Hohe Atlas ist ein Gebirge mit einer malerischen Wanderregion. Der höchste Berg Nordafrikas, Berg Toubkal (4167 m) lässt sich innerhalb von zwei Tagen besteigen. Ausgangspunkt zum Wandern ist oft das Örtchen Imlil.

Marrakesch

Marrakesch ist wohl die beliebteste Stadt Marokkos und gerade zu mit Touristen überfüllt. In der riesigen Medina dürfen sogar Mopeds fahren. Der große öffentliche Platz wird am Abend zur Unterhaltungsmeile mit Tieren wie Affen und Schlangen. Dazu gibt es viele kleine Essensstände und traditionelle Musik.

Essaouira

Essaouira ist eine Fischerstadt am Atlantischen Ozean, in der es sich anfühlte, als ob die Zeit stehen geblieben wäre.

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Casablanca

Die Stadt Casablanca ist das Wirtschaftszentrum Marokkos und bekannt aus dem Film ‚Casablanca‘. Es gibt eine riesige Moschee, die direkt am Meer liegt. Ich habe kaum Touristen gesehen und ein Stadtviertel fühlte sich wie eine europäische Großstadt an.

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Essen

Die marokkanische Speisekarte besteht meistens aus Tajine (Gemüse, das in einem Kochtopf aus Lehm serviert wird), Couscous und Omelett. Dazu gibt es frisch gepressten Orangen-, Bananen-, Mango- oder Avocado-Saft.

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Reisetipps

Planung

  • Ich habe den Lonely Planet Reiseführer für Marokko verwendet und kann diesen empfehlen.
  • Bei meiner Route bin ich nach Fes geflogen und habe Tagesausflüge nach Volubilis, Meknes und die blaue Stadt Chefchaouen gemacht. Dann ging es mit einer organisierten Tour nach Merzouga und auf dem Weg gab es einige Stopps, um wilde Affen zu füttern und Oasen zu bestaunen. In Merzouga angekommen ging es direkt auf ein Kamel und ich bin bei Sonnenuntergang in die Wüste geritten. Im Berber-Camp gab es Tajine zum Abendessen und traditionelle Musik wurde gespielt. Ich habe nicht im Zelt, sondern unter dem Sternenhimmel neben dem Lagerfeuer geschlafen. Am nächsten Morgen ging es bei Sonnenaufgang mit den Kamelen zurück nach Merzouga. An den nächsten beiden Tagen führte die organisierte Tour über Ouarzazate und der Festung Ait Ben Haddou nach Marrakesch. Nach der Besichtigung von Marrakesch ging es nach Imlil, dem Startpunkt für eine Wanderung zum höchsten Berg Nordafrikas, dem Berg Toubkal. Am ersten Tag wanderte ich 1500 Höhenmeter auf 10 km zu einer Berghütte, in der ich übernachtete. Am nächsten Morgen startete ich mit meiner Kopflampe um 6 Uhr mit anderen, um die 1000 Höhenmeter bis zum Gipfel auf einer Strecke von 2 km zu besteigen. Den höchsten Punkt an diesem Tag zu erklimmen war leider zu gefährlich, da ein starker Wind ging und es Neuschnee gab. Anschließend wanderte ich zurück nach Imlil und habe ein Sammeltaxi nach Marrakesch genommen. Am nächsten Morgen besichtigte ich andere Teile von Marrakesch, bevor es mit dem Bus nach Essaouira ging. Dort verbrachte ich einen Tag und nahm den Bus nach Casablanca. Nach einer Übernachtung fuhr ich mit dem Zug nach Fes und nach zwei Wochen flog ich wieder nach Deutschland.
  • Ich kann empfehlen in die Wüste Erg Chebbi bei Merzouga zu gehen, um mit dem Kamel in den Sonnenuntergang zu reiten und in einem Berber-Camp unter dem Sternenhimmel zu übernachten. Fast alle Backpacker, die ich getroffen habe, waren ebenfalls in dieser Wüste. Merzouga liegt über 10 Stunden Autofahrt von Marrakesch oder Fes entfernt. Daher gibt es organisierte Touren, die auf dem Weg noch mehrere Stopps einlegen, um sich Oasen, eine Festung, eine gewaltige Schlucht und weitere beeindruckende Orte anzuschauen. Diese Touren sind von Fes aus fast doppelt so teuer als von Marrakesch, da es deutlich weniger Konkurrenz gibt. Eine Wüstentour online zu buchen lohnt sich nicht, da diese überteuert sind. Von Fes aus kostet im Funky Fes Hostel die Budget-Tour 150 € (Tag 1: Transfer mit mehreren Stopps von Fes nach Merzouga; Tag 2: Aufenthalt in Merzouga, Kamelreiten und Übernachtung im Berber-Camp; Tag 3: direkter Transfer nach Marrakesch). Die Discovery-Tour kostet 250 € und ist ähnlich wie die Budget-Tour. Der Kamelritt findet bereits am Abend des ersten Tages statt, auf dem Weg nach Marrakesch (Tag 2 & 3)  werden mehrere Stopps eingelegt. Ich habe die Budget-Tour für 150 € gebucht und beim Hotelbesitzer in Merzouga für nur 50 € auf die Discovery-Tour umgebucht. Als ich in Marrakesch angekommen bin, konnte ich die Preise kaum glauben. Im Rouge Hostel gab es eine 3-Tages-Tour nach Merzouga für 85 € und eine 4-Tages-Tour für nur 120 €. Um über 100 € zu sparen, lohnt es sich in Marrakesch zu buchen.
  • Fast alle Reisende, die ich getroffen habe, hatten Probleme mit dem Magen. Ich kann empfehlen sich sicherheitshalber vor der Reise dagegen etwas mitzunehmen.
  • Das Internet in den Hostels und Hotels ist katastrophal. Sogar der Upload meiner Handy-Bilder funktionierte kaum. Ich kann empfehlen eine lokale SIM-Karte zu kaufen.
  • In Marokko sind keine Drohnen erlaubt, diese werden am Flughafen abgenommen und man bekommt sie zur Ausreise nur am selben Flughafen wieder. Ich kann empfehlen die Drohne zu Hause zu lassen, um sich unnötigen Stress zu ersparen.
  • Meine Kreditkarten haben zum Geldabheben fast nie an den Bankautomaten funktioniert und ich musste immer mehrere probieren. Oft ist eine Gebühr von 22 MAD (ca. 2 €) angefallen.

Transport

  • Für den Transport innerhalb der Städte wie Marrakesch gab es ein Busnetz, das sich am einfachsten mit Google Maps navigierte. In OsmAnd waren die Buslinien auch für die Offline-Navigation eingetragen. Taxis sind günstig und bei mehreren Personen sogar günstiger als der Bus. Für 4 km habe ich 1-2 € bezahlt, ein Busticket kostet vergleichsweise ca. 0,40 €.
  • Um zwischen den Städten zu reisen, gibt es entweder Züge oder Busse. Auf Rome2Rio sind die Bahnstrecken und ein Teil der Busse eingetragen. Zusätzlich gibt es noch private Busunternehmen, bei denen man ein Ticket nur vor Ort beim lokalen Busbahnhof kaufen kann. Des Weiteren gibt es Sammeltaxis (Shared Taxis), die ebenfalls günstig sind und Orte anbinden, zu denen sonst kein Bus fährt. Die 6-stündige Busfahrt von Essaouira nach Casablanca hat z.B. 90 MAD (ca. 8,30 €) gekostet, die 5-stündige Bahnfahrt von Casablanca nach Fes 116 MAD (ca. 10,60 €) und ein 90-minütiges Sammeltaxis von Marrakesch nach Imlil 50 MAD (ca. 4,60 €).
  • Ich habe Reisende getroffen, die sich ein Auto geliehen haben. Dies ist in Marokko vergleichsweise günstig, es ist aber zu beachten, dass die Strecken sehr lange dauern. Auf Rome2Rio gibt es eine gute Preisindikation, wie teuer die Benzinkosten sind. Ich habe nur wenige Backpacker getroffen, die sich ein Auto geliehen haben und ihr Feedback war nicht besonders gut: Von Kratzern im Auto, bis hin zum Abschleppen bei falsch Parken war alles dabei.

Übernachtung

  • Ich habe die günstigsten Übernachtungen auf HostelWorld bekommen. Oft war auch das Frühstück dabei, das mindestens aus Pfannkuchen bestand. Im Durchschnitt habe ich weniger als 6 € im 10+ Schlafraum bezahlt.
  • In den Städten wie Marrakesch fallen zusätzlich noch 20 MAD (ca. 1,85 €) Touristenpauschale pro Übernachtung an. Diese ist nur teilweise bei den Preisen auf HostelWorld inbegriffen. In der Beschreibung zu den Hostels war dies jeweils beschrieben.

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